| Bloß nicht die Bürger_innen entscheiden lassen! |
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| Sonntag, 27. Januar 2008 | |
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Arne Brix, Linksjugend
[’solid], ver.di Jugend für die Verbandszeitung
Dieser
Vertrag sah die Liberalisierung des Binnenmarktes und die Privatisierung von
Teilen der Daseinsvorsorge vor. Er sollte den gnadenlosen Wettkampf um die
niedrigsten Sozialstandards festschreiben. die Mitgliedsstaaten sollten sich zum
aufrüsten verpflichten und die EU-Streitkräfte sollten den Kampf gegen den
„Terrorismus“ bei weltweiten EU-Kampfeinsätzen gewinnen.
Damals
hatten auch noch andere Mitgliedstaaten z.B. Portugal, Dänemark,
Großbritannien, Tschechien, Irland vor, Ihre Bevölkerung in einem Referendum zu
fragen, ob Sie dem Vertrag mit Verfassungsrang für Europa zustimmen wollen.
Von der Verfassung zum Vertrag
Nun
könnte man ja davon ausgehen, dass sich der Reformvertrag erheblich geändert
hat. Leider ist dem nicht so, es hat sich nicht viel verändert, es wurde auf
Symbolik, wie Flagge und Hymne verzichtet, einige Paragraphen verschoben,
Protokolle umgeschrieben. Ja, und auch eine handvoll positiver Veränderungen
wurden aufgenommen. Aber es sind nicht die entscheidenden Dinge im Vertrag
geändert worden. Es soll weiter aufgerüstet werden, die Interventionsarmee soll zum Einsatz
kommen, Die Festung Europa soll noch undurchlässiger werden und die sozialen Standards
fanden auch keine Berücksichtigung. der irische Präsident Bertie Ahern stellte
fest "etwa 90 Prozent des Kernpakets" seien gegenüber dem
europäischen Verfassungsvertrag unverändert geblieben. Valéry Giscard
d´Estaing, der ehemaliger Präsident des Verfassungskonvents und der so genannte
Architekt des gescheiterten Verfassungsvertrags, ging noch weiter: Mit der
Einigung auf den Reformvertrag habe man "…nur den Umschlag gewechselt. Der
Brief im Innern des Umschlags ist nach wie vor der gleiche". Es handele
sich um "kosmetische Änderungen", die nur deshalb vorgenommen worden
seien, damit der Vertrag nicht mehr aussehe wie die Verfassung und so
"leichter zu schlucken sei". Auch Angela Merkel ist davon überzeugt,
dass die „Substanz des Verfassungsvertrages“ überlebt hat. Der Volksmund würde
„Verarschung“ dazu sagen.
Den Druck erhöhen!
Wir
die Linksjugend [’solid] sagen Ja zu Europa und Nein zu dem Reformvertrag und
der damit verbundenen neoliberalen Politik. Wir fordern gemeinsam mit der
Partei DIE LINKE, Attac, den Gewerkschaften und vielen anderen aus den sozialen
Bewegungen: Eine öffentliche Debatte und ein Referendum zu diesem Vertrag.
Unter
www.linkes-europa.de findest Du
weiterführende Informationen des Jugendverbandes Linksjugend [’solid] und
seiner Sympathisant_innen. Wir würden uns freuen, wenn Du Dich an der
Online-Petition beteiligen würdest.
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