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Und der letzte macht das Licht aus… PDF Drucken E-Mail
Montag, 30. Juni 2008

Beschluss des Bundessprecher_innenrates von Linksjugend ['solid]

Irland sagt Nein zu Militarisierung, Sozialabbau und dem Ausbau der Atomernergie. Linksjugend [’solid] fordert einen neuen Verfassungsprozess.

Zum Ausgang des irischen Referendums über die Verträge von Lissabon erklären der BundessprecherInnenrat und der Länderrat der Linksjugend ['solid]:

Die einzige Volksabstimmung in der EU über die Verträge von Lissabon hat gezeigt, dass der sich im neuen Gewand präsentierende Verfassungsvertrag in der Bevölkerung keinen Rückhalt hat. Dem Lissaboner Vertrag fehlt jegliche Legitimation, er kann keine Grundlage für die weitere Europäische Integration sein.

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Bloß nicht die Bürger_innen entscheiden lassen! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 27. Januar 2008

Arne Brix, Linksjugend [’solid], ver.di Jugend für die Verbandszeitung

Kaum eine_r erinnert sich noch so richtig daran, welche Hoffnungen mit den „NON“ und dem „Nee“ zum damaligen EU-Verfassungsvertrag aus Frankreich und den Niederlanden verbunden waren. Am 29.05.2005 kamen die guten Nachrichten aus Frankreich. Es war ein hoffnungsvoller Tag der Demokratie, denn in Frankreich fand ein Referendum statt. Und wenige Wochen danach wurden auch die Niederländer_innen befragt. Die Bürger_innen dieser beiden Länder wurden befragt, ob sie dem EU-Verfassungsvertrag zustimmen wollen oder nicht.  

Dieser Vertrag sah die Liberalisierung des Binnenmarktes und die Privatisierung von Teilen der Daseinsvorsorge vor. Er sollte den gnadenlosen Wettkampf um die niedrigsten Sozialstandards festschreiben. die Mitgliedsstaaten sollten sich zum aufrüsten verpflichten und die EU-Streitkräfte sollten den Kampf gegen den „Terrorismus“ bei weltweiten EU-Kampfeinsätzen gewinnen. 

Damals hatten auch noch andere Mitgliedstaaten z.B. Portugal, Dänemark, Großbritannien, Tschechien, Irland vor, Ihre Bevölkerung in einem Referendum zu fragen, ob Sie dem Vertrag mit Verfassungsrang für Europa zustimmen wollen.

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Du wirst nicht gefragt? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Januar 2008

BLACK BOX EUROPÄISCHE UNION – DER VERTRAG VON LISSABON

Beschluss für einen Flyer von Linksjugend ['solid] durch den Bundessprecher_innenrat

Die Europäische Union bestimmt immer mehr unser Leben. Wer aber bestimmt über die europäische Politik? Bis 1. Januar 2009 soll der neue Vertrag von Lissabon, auch Reformvertrag genannt, in allen EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert, also bestätigt, werden. Die Bevölkerungen dieser Staaten aber sollen nicht mitentscheiden dürfen. Und das, obwohl dieser Vertrag die Verhältnisse, unter denen wir in Europa leben und arbeiten, grundlegend beeinflussen wird. Mehr noch: Der jetzige Kurs der europäischen Einigung, die undemokratische, neoliberale, patriarchale und militaristische Entwicklung, droht mit diesem Vertrag noch verfestigt zu werden. Der neue Vertrag kommt wie aus einer Black-Box - entstanden ist er unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Möglichkeit ihn noch zu verändern ist von den Regierungschefs nicht vorgesehen. Der Vertrag ist aber zu gut 90 % mit dem alten Verfassungsvertrag identisch, der im Jahr 2005 in den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt worden ist. Die wesentlichen Punkte, die damals zur Ablehnung führten, sind auch jetzt wieder im Reformvertrag enthalten: ungebremster Wettbewerb um die niedrigsten Sozialstandards, eine repressive Innenpolitik und die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten zur militärischen Aufrüstung. Um eine weitere Verzögerung oder gar ein endgültiges Scheitern des Vertrages zu verhindern, verzichten die europäischen Eliten jetzt auf eine demokratische Vertragsabstimmung. Das wollen wir nicht zulassen! Die Linksjugend [’solid] fordert eine wirkliche Debatte über den Inhalt des neuen Vertrages. Wir fordern Volksabstimmungen in allen EU-Mitgliedsstaaten und wir kämpfen für einen linken Richtungswechsel in der EU. Das meint nicht weniger als ihre demokratische, soziale und zivile Neugründung.

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Es bleibt beim Nein! PDF Drucken E-Mail
Montag, 14. Januar 2008

LINKSJUGEND ['solid] MOBILISIERT GEGEN DIE LISSABON VERTRÄGE

Beschluss des Bundessprecher_innenrats von Linksjugend ['solid]

Die Linksjugend [’solid] spricht sich entschieden gegen die Ratifizierung der so genannten Lissabon-Verträge durch den Deutschen Bundestag aus. Bei diesen Verträgen handelt es sich im Kern um die in Frankreich und den Niederlanden bereits abgelehnte neoliberale wie militaristische EU-Verfassung. Die Jugendorganisation der LINKEN wird mit einer bundesweiten Aktionswoche Anfang 2008 über die Inhalte und möglichen Folgen der Verträge informieren. Im Mittelpunkt der Aktionen wird die Unterstützung der Petitionskampagne der Europäischen Linken stehen, die Referenden über die Verträge in allen EU-Mitgliedsstaaten fordert. Zwar musste, wie der irische Präsident Bertie Ahern bei der Vertragsabfassung feststellte, der symbolische Rahmen, wie die Flagge oder die Hymne weggelassen werden. Aber "etwa 90 Prozent des Kernpakets" sei gegenüber dem europäischen Verfassungsvertrag unverändert geblieben. Valéry Giscard d´Estaing, der ehemaliger Präsident des Verfassungskonvents und der so genannte Architekt des Verfassungsvertrags, ging noch weiter: Mit der Einigung auf den Reformvertrag habe man "…nur den Umschlag gewechselt. Der Brief im Innern des Umschlags ist nach wie vor der gleiche". Es handele sich um "kosmetische Änderungen", die nur deshalb vorgenommen worden seien, damit der Vertrag nicht mehr aussehe wie die Verfassung und so "leichter zu schlucken sei".
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Die Militarisierung der Europäischen Union im Spiegel des Reformvertrags PDF Drucken E-Mail
Montag, 14. Januar 2008

Sascha Wagener, Linksjugend [’solid], ver.di Jugend für die Verbandszeitung

Vor dem Hintergrund der Überzeugung, dass eine in der Weltpolitik agierende EU eigene Streitkräfte braucht, haben sich die Bestrebungen, dem europäischen Einigungsprozess eine militärische Komponente beizugeben, verstärkt. Der Vertrag von Maastricht bildet den Ausgangspunkt der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, indem die Westeuropäische Union (WEU), welche seit 1954 als reines Verteidigungsbündnis eher ein Schattendasein fristete, zum „integralen Bestandteil der Entwicklung der Europäischen Union“ erklärt wurde. Die Erfahrungen aus dem Kosovo-Krieg führten zur „Absorption der WEU“ und direkten Übernahme ihrer Funktionen durch die Europäische Union im Vertrag von Nizza. Auf dem EU-Gipfel in Griechenland im Juni 2003 präsentierte der Generalsekretär des Rates, Javier Solana, eine weit über den WEU-Verteidigungsgedanken hinausführende europäische Sicherheitsstrategie. Der Rat forderte „eine strategische Kultur“, die „ein frühzeitiges, rasches und wenn nötig robustes Eingreifen begünstigt“. Auch werde bei „den neuen Bedrohungen … die erste Verteidigungslinie oftmals im Ausland liegen“.
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